Sie sind alles andere als angenehm: Handgelenkschmerzen. Außen, aber auch Innen kommen sie häufig vor allem beim Drehen oder bei Bewegung vor. An der Ellenseite, also dem Ort des kleinen Fingers tritt der Schmerz oftmals dann auf, wenn langjährige Überlastung beim Diskus triangularis stattfindet, welche zur Abnutzung dessen führt. Aber auch infolge von Stürzen (Arthrose) kann es zu erheblichen, dauerhaften Schmerzen kommen, die beim Arzt aufgeklärt werden sollten. Dauerhafte Handfehlstellungen oder alte Verletzungen können weiterhin Grund für die Beschwerden sein und zu verspannten Handgelenkmuskeln führen.

Knorpelschäden am Ulnaköpfchen, aber auch im ulnaseitigen Mondbein welche mit der Abnutzung einher kommen sind übrigens mögliche Folgen der Überlastung des Diskus triangularis. Diese können bis hin zum Reißen des LT-Bandes (lunotriquetralen Bandes) führen. Die Beschwerden im Handgelenk fühlen sich nicht selten stechend an und treten ohne Vorwarnung auf. Eine Diskusläsion, aber auch ein ein Ulna-Impaction-Syndrom könnten vorliegen. Hier muss man dann häufig mit einem Dauerschmerz rechnen.

Arthrose oder Ulna-Impaction-Syndrom – Mit Diagnose Klarheit verschaffen

Der erste Schritt, der hier bei der Diagnose angegangen werden sollte ist natürlich, sich erst einmal Klarheit über das genaue Krankheitsbild zu verschaffen. In einer Klinik, spezialisiert auf Handchirurgie, oder aber ein Besuch beim Orthopäden sollten Aufklärung bringen. Ein klärendes Gespräch bei fachkundiger Befragung eröffnet dem Patienten die Möglichkeit, der genauen Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen. So wird nach dem Abtasten eine Röntgen-Untersuchung eingeleitet. Das Röntgenbild wird hierbei in 2 Ebenen erzeugt:

Wichtig beim Aufnehmen des Beschwerdebildes ist es die Schulter um 90° zu spreizen, der Ellenbogen ist hierbei um 90° gebeugt. Auf diese Weise wird eine optimale Längenbestimmung der beiden Unterarmknochen erreicht. Die Neutralisierung des Handgelenks beim Röntgenbild ist also Sinn und Zweck dieser Position. Ist die Elle beispielsweise kürzer als die Speiche, so liegt laut Dr. Christian Pessenlehner, einem fachkundigen Handchirurgen aus Berlin ein Ulna-Minus vor, ist sie hingegen länger, ein Ulna-Plus. Doch allein dieser Längenunterschied spielt nicht die maßgebliche Rolle. Zudem folgt noch eine Aufnahme bei Belastung. Hierbei wird unter körpereigener Spannung die Faust geschlossen. Bei Faustschluss, während einer Belastung (dreht man die Elle einwärts), so kommt hinzu, dass eine unterschiedliche Verlagerung in Richtung der Handwurzel, um unter Umständen einige Millimeter stattfindet.

Diese Verlagerung führt zu einem Druck aus den Diskus triangularis, während der Belastung. Der Diskus triangularis muss während eines Lebenszyklus einiger Belastung trotzen und kann sich nach einer Zeit stark abnutzen.

Wenn auch dieser Schritt keine Klarheit schafft, so wird eine Kernspin-Tomographie (MRT) herangezogen, welche auch Aufklärung über mögliche, andere Veränderungen geben soll.

Die Therapie und Behandlung von Schmerzen im Handgelenk außen

Bandagierung und Schonung bringen möglicherweise nur kurzfristig Linderung. Wird eine Diskusläsion oder Entzündung erkannt, so muss nicht zwangsläufig eine Operation durchgeführt werden. Eine Kombination aus manuellen, neurobiologischen und mentalen Maßnahmen ist vor allem bei Muskelbeschwerden der richtige Weg. Ein Physiotherapeut ist hierbei behilflich. Unter Umständen muss der Körper erst einmal lernen, die Muskeln wieder loszulassen. Nähere Informationen zur Therapie sollte man aber unbedingt beim zuständigen Arzt erfragen.