Hier finden sich im folgenden ein paar kleine Dehnübungen mit passendem Video dazu. Gibt es lang anhaltende Schmerzen oder unangenehme Empfindungen, so empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen, da man pauschal nicht sagen kann, woher die Beschwerden kommen. So können Sehnen oder Muskelfasern verletzt sein. Eine genaue Übersicht über die Anatomie der Hand kann Klarheit schaffen, welche Areale betroffen sein könnten.

Doch das Handgelenk dehnen kann man, beziehungsweise muss man vor allem dann, wenn ein Sporttraining ansteht, bei dem die Handgelenke großer Belastung ausgesetzt sind. Etwa bei Gewichthebern, Volleyballspielern oder ähnlichem. Die wichtigsten Dehnübungen sollte man generell nach der Aufwärmphase beginnen.

Wieso ist Dehnen sinnvoll?

Das Dehnen ist eine Methode, um eine gute Dehnfähigkeit der Muskeln zu gewährleisten. Hierbei werden die Muskelfasern angesprochen, denn Sehnen oder Gelenke können nicht gedehnt werden. Auch Finger und Knochen lassen sich demnach nicht dehnen.

Probleme mit Sehnen oder ständige Muskelverspannungen kann man vorbeugen, indem man die zugehörigen Muskelfasern ausgiebig dehnt. Generell kann man folgende Punkte als Vorteile des Stretchings oder Dehnens ausmachen, die auch für das Handgelenk gelten:

  • Die Muskulatur wird auf die bevorstehende Belastung vorbereitet
  • Das Körpergefühl verbessert sich
  • Die Muskulatur wird beweglicher
  • Das Verletzungsrisiko sinkt
  • Der Kreislauf wird angeregt

>> Tipp: Finger und Hand mit Handband dehnen und trainieren

Es gibt also durchaus einige Vorteile, die wir bei der Dehnung des Handgelenks berücksichtigen können. Sportwissenschaftler bestätigen, dass die Dehnung vor, aber auch nach dem Training Vorteile mit sich bringt. Man sollte vor dem Dehnen die zugehörigen Muskeln immer mindestens 5 Minuten aufwärmen. Danach kann man beginnen, die entsprechenden Partien mehrmals 5 bis 10 Sekunden lang zu dehnen.

Dann locker federnd die Übungen wiederholen. Die Dehnung nach dem Sport hilft die Spannung aus den Muskeln zu nehmen und die normale Beweglichkeit kommt zurück. Außerdem entspannt sich der Körper, so auch die Hand.

Einfache Dehnübungen für das Handgelenk

Bestenfalls sollte man die ganze Hand und den Unterarm dehnen. Hierzu kann man die stehende oder sitzende Position einnehmen. Besser nimmt man sich einen kleinen Tisch, aber auch eine Fensterbank oder ähnliches genügt. Diese Übung eignet sich auch gut bei klassischen Handgelenkschmerzen. Man sollte jedoch nur soweit in den Schmerz hinein dehnen, wie es erträglich ist und zuvor die Hände etwas lockern, siehe auch im Video.

Die einfachste Dehnübung ist die Dehnung gegen die Wand:

  • Man rotiert die Hand soweit es geht nach innen und lehnt sich mit dem Arm (Handfläche wird aufgesetzt, Finger zeigen nach unten) gegen eine Wand.
  • Nun hält man die Dehnung in Handgelenk und Unterarm 10 Sekunden.
  • Anschließend löst man sich aus dieser Position und wiederholt den Vorgang 2-3 mal.

Eine weitere Übung mit zugehörigem Video:

1. Die angewinkelten Hände lässt man nach außen rotieren. Hände in Richtung Handrücken anwinkeln.

2. Dann kommt die passive Dehnung hinzu, indem man die Hände mit der ganzen Handfläche bis zur Handwurzel aufsetzt. Man dehnt vorsichtig weiter bis es nicht mehr weitergeht.

3. Die Beuger werden 5-10 Sekunden angespannt.

4. Nun löst man die Spannung, ohne aus der Dehnposition raus zu gehen.

5. Man dehnt aktiv weiter und wiederholt dann die Schritte 2-4. Danach kann man die Position langsam verlassen.

>> Tipp: Finger und Hand mit Handband dehnen und trainieren