Schmerzen im Handgelenk können verschiedene Ursachen haben. Nur, wenn der Grund für die Schmerzen gefunden wurde, können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Handgelenksschmerzen können kurz und stechend oder langanhaltend sein. Sie können durch übermäßige Belastung, schwere Gartenarbeit oder dem Tippen auf der PC-Tastatur entstehen.

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Nicht selten verschwinden Schmerzen im Handgelenk nach wenigen Tagen wieder. In einigen Fällen ist die Sache damit erledigt. Treten die Probleme aber immer wieder auf, können sie zu langwierigen Beeinträchtigungen führen. Darüber hinaus können sich hinter den Schmerzen auch verschiedene Erkrankungen verbergen. Deshalb ist hier der Rat eines Arztes sehr wichtig.

Zu den am häufigsten auftretenden Handgelenkserkrankungen zählen:

  • Verletzungen
  • „Maus-Hand“
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Verstauchung, Prellung des Handgelenks
  • Knochenkrankheiten
  • Verschleißerscheinungen
  • Arthrose im Handgelenk
  • Hauterkrankungen (Neurodermitis)

Verletzungen

Verletzungen tragen häufig dazu bei, dass das Handgelenk schmerzt. Die Ursache ist hier offensichtlich. Wer zum Beispiel beim Schlittschuhlaufen schon einmal gestürzt ist und reflexartig zuerst mit den Händen aufgekommen ist, weiß, wie schmerzhaft sich eine Stauchung anfühlt. Vorausgesetzt es liegt kein Bruch vor, sollte sich das ruhig gehaltene Handgelenk aber schnell wieder erholen.

Die „Maus-Hand“

Berufssportler, Musiker, Masseure, Sekretärinnen und Menschen, die viel mit dem PC arbeiten, kennen die sogenannte „Maus-Hand“. Gerade im Sport ist das Handgelenk großen Belastungen ausgesetzt. Die Regelmäßigkeit führt dann dazu, dass das Handgelenk früher oder später schmerzt.

Die Sehnenscheidenentzündung

Die Sehnenscheidenentzündung war einst eine typische Sekretärinnen-Erkrankung. Mittlerweile sind jedoch viele Menschen davon betroffen. Der Grund: Im Online-Zeitalter wird der PC zum alltäglichen Beschäftigungsgegenstand. Übermäßig langes Schreiben auf der Tastatur und ein falscher Umgang mit der Maus (verkrampfte Haltung) führen irgendwann zu ziehenden Schmerzen im Handgelenk. Die Hand sollte nun ruhig gehalten werden, um Schlimmeres zu vermeiden.

Das Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom (Kompressionssyndrom) ist eine Handgelenkserkrankung, die relativ häufig auftritt. Dabei steht ein Nerv (Nervus medianus) unter Druck. Die Behandlung findet sowohl beim Hausarzt als auch bei einem Facharzt statt, der die Nervenleitgeschwindigkeit misst. Erste Anzeichen des Karpaltunnelsyndroms sind ein Taubheitsgefühl und ein nächtliches Kribbeln in den Händen.

Verstauchung, Prellung des Handgelenks

Manchmal passiert es so schnell, dass man kaum reagieren kann. Ein Sturz nach vorn und instinktiv werden die Hände zum Abstützen genutzt. Passieren kann dies immer, beim Wandern, beim Sport, am Arbeitsplatz oder zu Hause. Äußere Verletzungen heilen in der Regel schnell ab. Doch auch zu inneren Verletzungen kann es dabei kommen. Diese sorgen dann dafür, dass das Handgelenk teils über mehrere Wochen schmerzt und sich nur minimal bewegen lässt. Grund sind überdehnte Bänder oder eine starke Fehlbelastung.

Knochenkrankheiten

Bei Knochenkrankheiten, die Schmerzen im Handgelenk verursachen, ist ebenfalls guter Rat teuer. Es gibt sehr viele Knochenkrankheiten. Sie entstehen zumeist durch akute oder chronische Infektionen, falsche Ernährung oder Unfälle. Aber auch Geburtsfehler, Hormonstörungen oder Tumore können Ursachen von Knochenkrankheiten sein.

Verschleißerscheinungen

Verschleißerscheinungen rufen immer Schmerzen hervor. Je nach Schweregrad spricht man von einer Arthrose, die sich aufgrund einer stetigen Abnutzung der Knorpelflächen gebildet hat. Die Beweglichkeit wird eingeschränkt und ist mit Schmerzen verbunden. In Fachkreisen wird diese Art der Arthrose „Radiocarpalarthrose“ genannt. Ein Speichenbruch kann die Ursache sein, selbst wenn dieser bereits Jahre zurückliegt. Im Anfangsstadium sind die Schmerzen kaum bzw. erst bei starker Belastung zu spüren. Nach und nach werden die Schmerzen jedoch stärker und bleiben dauerhaft (chronische Handgelenkschmerzen).

Die Arthrose im Handgelenk

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Schuppenflechte auf der Haut bzw. dem Unterarm

Von der sogenannten „Morgensteifigkeit“ sind vor allem ältere Menschen betroffen. Es kann sich hierbei um Anzeichen einer Arthrose im Handgelenk handeln. Werden diese Anzeichen festgestellt, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine ausbleibende Behandlung kann dazu führen, dass sich schmerzhafte Schwellungen und Gelenkfehlstellungen bilden.

Wie werden Schmerzen im Handgelenk behandelt?

Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig. In einigen Fällen hilft es, das schmerzende Handgelenk für eine gewisse Zeit ruhig zu halten. In anderen verschreibt der Arzt Medikamente, Salben und Stützverbände oder ordnet eine Operation an. Auch eine Physiotherapie kommt bei Handgelenkschmerzen in Frage, damit die Muskulatur langfristig gestärkt wird und Anstrengungen abgefangen werden.