Die häufigsten Beschwerdebilder beim Menschen hängen mit den Gliedmaßen zusammen. Ständig haben wir sie in Bewegung. Vor allem die Hände aber erfüllen eine zentrale Funktion. Sie werden zum Heben, zum Greifen oder zum Bewegen verwendet. Schmerzen in der linken oder rechten Hand beim Greifen sind kein vereinzeltes Phänomen. Durch Gelenkverschleiß, Überbelastung oder Verletzungen können teils lang andauernde, unangenehme Beschwerden auftreten. Eine Arthrose zum Beispiel ist vor allem bei älteren Menschen häufiger anzutreffen. Die Handgelenke sind im Laufe des Lebens manchmal enormen Belastungen ausgesetzt, die nach einer Zeit zu Verschleißerscheinungen führen können. Akute stechende Schmerzen, leicht klopfende oder pulsierende Empfindungen werden sehr häufig von betroffenen Menschen beschrieben. Eine oftmals altersbedingte Krankheit zum Beispiel ist Rheuma. Die schmerzenden Gelenke verursachen nicht nur beim Greifen oder Drehen der Hände, sondern auch im Ruhezustand Beschwerden.

Mögliche Ursachen für schmerzende Hände beim Greifen

Das Greifen ist mit die wichtigste Funktion der Hand. Gegenstände unterschiedlichen Gewichtes werden so von einem Ort zum anderen bewegt. Hierbei gibt es den Griff unter Krafteinwirkung, welcher vor allem beim Heben schwerer Gegenstände zum Einsatz kommt. Daneben hört man auch noch vom sogenannten „Präzisionsgriff“, welcher beim präzisen Festhalten und Führen von kleinen Gegenständen verwendet wird. Beispielsweise wird mit diesem Griff eine Gabel oder ein Kugelschreiber bedient. Auch das Schreiben profitiert also von dieser Funktion der Hand. Zusätzlich, wenn eine Hand zur Faust geballt wird, kommt es bei diesem Erscheinungsbild oftmals zu unangenehmem Ziehen oder Stechen. Die versorgenden Nerven der Hand sind der Nervus radialis, also der Speichennerv, der Mittelnerv (Nervus medianus) und der Ellennerv (Nervus ulnaris).

Verletzungen, Verschleiß oder Überbeanspruchung sind die meisten Ursachen für Handschmerzen beim Greifen im Alltag. Die Hand ist ein sehr sensibles Gefüge, welches nur wenig Schutz von Muskel- und Fettgewebe bekommt. Aber auch Reizungen der Nerven, dauerhafte Fehlhaltungen oder gar Nervenschäden sind mögliche Gründe und Ursachen der Schmerzen. Ausstrahlungsschmerzen in Schultern oder zum Ellenbogen hin sind hierbei keine Seltenheit. Bei Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen oder Brüchen (Frakturen), Entzündungen, aber auch einem Kapselriss beispielsweise kann es zu teils unterschiedlich intensiven Beschwerden kommen. Auch Folgen einer Operation oder Hämatome, die Druck auf das Gewebe ausüben können dazu führen, dass die Hand massiv bei kleinsten Bewegungen weh tut. Desweiteren haben vor allem Menschen, die lange am PC sitzen Probleme mit einer Sehnenscheidenentzündung, die mit entzündungshemmenden Medikamenten bekämpft wird. Zu guter Letzt gibt es an dieser Stelle noch das Karpaltunnelsyndrom zu erwähnen, welches bei Schädigung der Nerven im Handbereich auftritt (Nervus medianus).

Stechende Schmerzen lindern – Behandlung

Oftmals treten Handschmerzen, die sich beim Greifen zeigen als stechend oder piksend auf. Wie bereits oben beschrieben, gibt es viele Symptome und Ursachen. Diese gilt es erst einmal mit einer Diagnose beim Arzt abzuklären, bevor man mit einer Behandlung beginnt. Vorbeugung ist vor allem durch Ergonomie und Handgelenkstützen zu erreichen. Stilllegung ist nicht immer zu empfehlen. Naturheilkunde und pflanzliche Hausmittel wie die entzündungshemmende Teufelskralle können aber bei der Heilung unterstützen. Dehnung und Kräftigungsübungen durch den Ergotherapeuten zum Beispiel werden hier gerne vom Orthopäden verschrieben.